Was verbindet Windmühlen, Kampfflugzeuge und Mercedes Oldtimer miteinander?
Tagesausfahrt zum Niederrhein
Treffpunkt war die Shell Tankstelle an der B58 hinter der Weseler Rheinbrücke.
Mit 15 Fahrzeugen ging es pünktlich um 10 Uhr los. Nach kurzem knackigen Briefing des Organisators und RT Leiters Andreas setzte sich die Kolonne in Bewegung.Richtung Süden führte die Strecke über Neukirchen- Vluyn, Moers und Krefeld nach Straelen und schließlich in Geldern Walbeck zur ältesten voll funktionierenden Windmühle Deutschlands, der Steprather Mühle.
Im angeschlossenen Café konnte der erste kleine Hunger gestillt werden. Es gab eine Auswahl an leckeren Kuchen, aber auch niederrheinisch typisches Schmalzbrot, alles gebacken mit Mehl, welches mit Windkraft aus Getreide in der Steprather Mühle gemahlen worden war.
Besuch des Royal Airforce Museums in Weeze
Die Strecke führte uns weiter Richtung Norden zum Hauptziel dieser Ausfahrt, dem Royal Airforce Museum in Weeze.
Das RAF Laarbruch ist Deutschland erstes und einziges Museum zur Geschichte der Royal Airforce, eine Zeitreise durch 45 Jahre Präsenz des britischen Luftwaffenstützpunktes, von 1954 bis 1999 ein zentraler NATO Stützpunkt, damals eine nahezu autarke Militärstadt mit über 5000 dort stationierten britischen Militärangehörigen und Familienmitgliedern. Empfangen und auf die Parkplätze eingewiesen wurden wir von einer mehrköpfigen Abordnung des gemeinnützigen Vereins RAF Laarbruch.

Ein früherer Mitarbeiter übernahm die Führung durch das Museum, welches in den Räumlichkeiten der ehemaligen anglikanischen Kirche, des ASTRA Kinos und auf dem Außengelände zu finden war.
Mit exaktem Hintergrundwissen, technischem Sachverstand, einigen Anekdoten und vor allem viel Herzblut wurden uns einige der vielen Exponate und Details erklärt und näher gebracht. Es war eine sehr interessante und besondere Führung.












Nach so viel Input ging es wieder auf die niederrheinschen Straßen, entlang schöner Alleen über Kevelaer, Xanten nach Kamp-Lintfort zum Baerlanghof in Issum. In gewohnt sehr geselliger Atmosphäre konnte jeder sein vorbestelltes Abendessen in den historischen Räumlichkeiten genießen.

Die Antwort auf die Eingangsfrage – Was verbindet Windmühlen, Kampfflugzeuge und Mercedes Oldtimer miteinander? – könnte somit lauten:
Die Tradition der Windmühlen, die Technik der Flugzeuge und die Zeitlosigkeit der Oldtimer lassen sich zu einer Symbolik zusammenfassen.
Der Wettergott hatte zwar nicht so ganz mitgespielt trotzdem konnten wir zumindest zeitweise offen fahren.
Am Schluss kamen noch die zwei kleinen Silberarme zum Einsatz. Der parallel-synchrone Tanz über die Windschutzscheibe gelang jedoch wie immer mühelos.
Text: Dr. Werner Kuhn




