RT 41 Mönchengladbach. Werkstatt Besuch der Fa.Jörg Fuchs

Werkstatt unseres RT-Mitglieds Jörg Fuchs.  Ein Termin für unseren 107er in einer Werkstatt ist wie der Besuch beim Zahnarzt: lästig, oft nicht ganz schmerzfrei, in jedem Fall mit Zeit und Kosten verbunden, kurz: unangenehm. Nicht so der Ausflug des RT 41 zur Düsseldorfer Werkstatt unseres RT-Mitglieds Jörg Fuchs. Auf unseren Wunsch zeigte sich Jörg bereit, am 5.5.12 mit uns und einigen Gästen aus anderen RTs in seinem modernen Betrieb 107-spezifische Themen abzuarbeiten. Hervorragend organisiert wurden nach angemessenem Willkommenstrunk drei Gruppen gebildet, um nacheinander die angebotenen Theorie- und Praxisangebote wahrzunehmen. Die erste Gruppe kam zunächst in den Genuss eines PowerPoint-Vortrages durch den KFZ-Sachverständigen Klaus Poppe, wobei aktuelle Zulassungs- und Bewertungskriterien für Oldtimer, Wechselkennzeichen und allgemeine TÜV-relevante Themen behandelt worden. Die praktische Seite übernahmen auf mehreren Bühnen für die anderen Gruppen Jörg und seine Mitarbeiter. Es schadet nichts, z.B. nochmals an sämtliche Wasserabläufe unserer Autos erinnert zu werden und Anleitungen zum Check von Vorderachse und Unterboden insgesamt an die Hand zu bekommen. Sehr interessant wurde von uns das Procedere empfunden, das in einer Werkstatt bei nicht gleich offensichtlichen Problemen unserer Fahrzeuge angewendet wird. Wie vorgehen, wenn der Motor sich schüttelt, ausgeht, schlechte Leistung bietet oder der Verbrauch zu hoch ist? Neben den vorhandenen Diagnosetestern aktueller Generation hilft es beim 107er besonders, auf -stolz- präsentierte ältere Hermann – Motortester zurückgreifen zu können. Diese Tester liefern mit entsprechenden Adapterkabeln und einer MB- spezifischen Menuestruktur optimale Ergebnisse Anhand eines 6 – Zylinders, der die gleiche Technik wie ein 300 SL M103 &-Zylinder aufweist, wurde Schritt für Schritt die Diagnosefindung bei Problemen verschiedener Art demonstriert. Nach geduldiger Beantwortung vieler individueller Fragen, konnte schließlich das Buffet in Angriff genommen werden. Insgesamt eine äußerst gelungene Veranstaltung. Trotz des schlechten Wetters über dreißig Teilnehmer, gute Organisation, ausgewogenes Verhältnis zwischen Theorie und Praxis mit bei Bedarf auch laiengerechter Erläuterung, angenehmes Ambiente und regenfreie Heimreise. 

Theorie und Praxis

Die erste Gruppe kam zunächst in den Genuss eines Power Point-Vortrages durch den KFZ-Sachverständigen Klaus Poppe,

Wir kommen wieder!   Dr.Rolf Scheulen

Vorab, beim Kauf meines 380 SL Baujahr 1984 waren in den Türverkleidungen mehrere Lautsprecher verbaut, wovon einige sogar defekt waren. Was mir von der Optik sowie Originalität nicht gefiel, aber damit fing ja das erste Problem an. Die erste Überlegung war: einfach neu kaufen. Aus meiner Erfahrung lässt sich sagen, dass das Team von  Mercedes Benz Classic  hilft. Ja, in diesem Fall selbst bei aller Hilfsbereitschaft war die Antwort: „Es gibt sie nicht mehr in dieser Ausführung. Wir können Ihnen leider nicht helfen.“  Gut, dann den Technikreferenten des Mercedes Benz  R/C 107 SL Club Deutschland um Rat fragen. Auch stets bemüht zu helfen. Antwort: „Leider können wir  nicht helfen.“ Was jetzt? Ich fragte einfach mal bei einem anderen Club nach und ich versuchte es beim MVC. Jetzt wendete sich das Blatt.  Eine E-Mail von mir wurde in kürzester Zeit beantwortet, mit der freundlichen Aufforderung: „ Kommen Sie mal zu meiner Firma. Ich glaube, da kann ich helfen.“ Die Original Materialien waren vorhanden, es wurden zwei neue Türverkleidungen komplett neu erstellt. Ich war mehr als begeistert. Das war ja wie ein Gewinn in einer Lotterie. So lernte ich Herrn Jörg Enger kennen. Nach dem jetzt der SL 8 Jahre in meinem Besitz ist, quittierte der Bezug meines Fahrersitzes seinen Dienst. Der Stoff der Sitzfläche, sowie der Stoff des Rückenteiles waren an einigen Stellen durchgescheuert.  Was lag da jetzt näher, als gleich auf zu Herrn Engler? Wieder unkomplizierte Hilfe. Jetzt kam von mir die Frage: „Können Sie nicht mal auf einer Versammlung des Rt 41 Mönchengladbach einen Vortrag halten?“ Nach kurzem Überlegen vereinbarten wir sogleich einen Termin. Und so besuchte Herr Engler uns am Clubabend des 09.01.2014. Er brachte auch den soeben komplett überholten Fahrersitz gleich mit. Es begann sogleich ein Vortrag,  der locker und  mit enormem Fachwissen über seine Berufstätigkeiten die Mitglieder zu reichlichem fragenstellen animierte. Herr Engler beantwortete alle Fragen sogar noch nach Ende des Clubabends und nahm sich Zeit, um persönliche Probleme einzelner Personen  noch ausführlich zu beantworten. Persönlich, möchte ich keine Werbung für irgendetwas machen, aber vielleicht konnte ich mit diesem Bericht helfen. Bei Interesse schauen Sie doch  mal auf die Seite http://www.deroldtimerservice.de/. Sie werden sicher in der Vergangenheit einige Automobile, in verschiedenen Museen, für die Herr Engler tätig war, schon gesehen haben. „Ich bedanke mich ausdrücklich für Ihren sehr persönlichen Stil: locker, kompetent und freundlich.“ Hans – Joachim Jungbluth

Rt 41 Mönchengladbach Bei der Besichtigung der Firma Motoren Ritterbecks

Herr Dieter Ritterbecks, Inhaber der Firma Motoren Ritterbecks (http://www.motoren-ritterbecks.de) war Gast bei unserem Clubtreffen am 15. 02.2018. Er referierte anschaulich über zwei Stunden zu einer Vielzahl von Themen rund um den Motor und daran auftretende Probleme. Er ging dabei auf alle Fragen aus dem Kreis der RT-Mitglieder ein. Dieser Abend gehörte nach Ansicht aller zu einem der interessantesten der letzten Zeit.

Bei der Besichtigung seines Betriebs am wurden wir mit einem umfänglichen Frühstück begrüßt.

Daran schloss sich eine Führung in kleinen Gruppen an, bei der die verschiedenen Arbeitsschritte  wie z.B. Hohnen, Schleifen von Wellen, Einstellen der Motoren am Prüfstand gezeigt wurde.

Nach einem Mittagessen und Kaffee und Kuchen ging die informative  Besichtigung am Nachmittag zu Ende.

Wir möchten uns herzlich bei Herrn und Frau Ritterbecks sowie deren Mitarbeiter bedanken, die sich herzlich um uns gekümmert haben.

Text. Gerhard Hanisch

RT41
RT 41 03.03.2018 – RT 41 Mönchengladbach Besuchte den Spezialisten für Motoren- und Getriebeinstandsetzung Motoren Ritterbecks

     Ehepaar Ritterbecks . Beate Schlotbohm. Gerhard Hanisch. Foto: Hans Weiss

Am 14.03.2018 hatten die Clubmitglieder des RT 41 die Gelegenheit sich über Eisstrahlen zu informieren. Aus dem kundigem Mund von Oliver Hendrix, dem Inhaber der Firma OH-Sandstrahltechnik erfuhren wir alles zur Anwendung dieser Technik, bei der minus 73 Grad  kalte Kohlenstoffdioxyd Granulate (Trockeneis) im Druckluftstrahlverfahren verwandt werden.

Anschließend demonstrierte Oliver Hendrix wie Unterbodenschutz oder auch Farbe abgetragen werden kann. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Reinigung von Motoren.

Wir möchten uns bei Herrn Hendrix für den informativen Vormittag bedanken.

Oliver Hendrix Sandstrahltechnik
Virmondstr. 125
47877 Willich

Text. Gerhard Hanisch

Fotos: Gerhard. Hanisch

Am 05.04.2018 besuchten die Mitglieder des Regionaltreffs 41 – Mönchengladbach das Druckzentrum der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Dort wurden wir von Herrn Breidenbach begrüßt, der uns mit viel Herzblut alles rund um die Aktivitäten der Rheinischen Post und ihrer Tochtergesellschaften berichtete. Danach ging er auf die verschiedenen Drucktechniken wie Hoch- und Tiefdruck ein.

Anschließend starteten wir die Besichtigung die uns zuerst in das Papierlager führte. Dort konnten wir uns einen Eindruck von den Papiermengen die gebraucht werden machen und erfuhren welche Logistik hinter deren Beschaffung und Transport steht.

In der Druckerei erlebten wir den Anlauf der Druckmaschinen und welcher Aufwand notwendig ist die Druckplatten in die Maschinen einzusetzen und wie die Farbe korrigiert wird.

Als letztes sahen wir wie in die Zeitung Werbebeilagen eingefügt werden.

Danach erhielt jeder Teilnehmer eine frisch gedruckte Rheinische Post.

Wir möchten uns bei der Rheinischen Post und insbesondere Herrn Breidenbach für den interessanten Abend bedanken.

Text:  Gerhard Hanisch

Auf dem Foto steht die Gruppe vor dem Foto der Künstlerin Candida Höfer Druckerei Düsseldorf IX.

Am 08.11.2018 besichtigte der RT 41 die Ausstellung „P.S. ich liebe dich“ im Kunstpalast Düssel

dorf. Unter Leitung eines vom Museum beauftragten Ingenieurs ließen wir uns die verschiedenen Entwicklungsschritte im Bau von Sportwagen ab der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre erläutern.

Leider ging die Führung angesichts der selten zu sehenden Fahrzeuge viel zu schnell vorbei. Nach der Führung wurde das gesehene noch in der Düsseldorfer Altstadt bei einem Bier diskutiert.

Text / Foto: Gerhard Hanisch

RT41 Mönchengladbach.
Der Clubabend am 08.08.2019 bei der Firma Trotec .

Zum einen geprägt durch die Einladung der Firma Trotec uns ihre Produkte zur Erzielung des bestmöglichen Garagenklimas vorzustellen und zum anderen die von ihr ausgesprochene Einladung zu Otto Gourmet in der Villa Glanzstoff.

Wir wurden bei Trotec in Heinsberg durch unseren Ansprechpartner Herrn Jochem Weingartz und seine Kollegen herzlich begrüßt. Nach dem Foto mit den Fahrzeugen ging es in den Vortragsraum, wo Herr Weingartz uns einen Überblick über den geschäftlichen Hintergrund der Firma Trotec, dem seinen Ausführungen zu Folge Weltmarktführer im Bereich der Trocknungsgerätehersteller und dessen internationale Aufstellung gab.

Daran schloss sich sein Vortrag zu den Problemen des Garagenklimas, insbesondere der zu hohen Luftfeuchtigkeit an. Er verwies darauf, dass die von Trotec vertriebenen Geräte durch eine konstante, optimale Luftfeuchtigkeit im Bereich von 45 bis 50 Prozent, Korrosionsschäden verhindern.

Daneben neutralisieren sie Gerüche, mindern Ablagerungen aus der Luft, reduzieren Staub, Schimmel und Bakterien.

Herrn Weingartz gelang es mit seinem anschaulichen Vortrag alle mitzunehmen. Anschließend beantwortete er Fragen aus unserer Gruppe.

Nach dem mehr als einstündigen informativen Vortrag fuhren wir zur Villa Glanzstoff, wo uns die Mitarbeiter der Firma Otto Gourmet begrüßten.

Nach einem Burger gab es verschiedene Fleischspezialitäten vom Grill, so von USA-Steaks und den italienischen Chianina-Rindern. Auch die Beilagen und Getränke wussten zu begeistern.

Unser aller Dank gilt der großzügigen Einladung durch die Firma Trotec und dort speziell Herrn Weingartz.

Text: Gerhard Hanisch

Collection Museum

AUTO – MUSEUM MULHOUSE Auch dieses Automobilmuseum möchten wir empfehlen. Wir besuchten es widerholt auf unseren Reisen durch das Elsas. So wie an einem Festtag des Museums. An diesem war es möglich, 2-mal am Tag an einer Führung in einem Gebäude der ehemaligen Fabrik teil zunehmen. In diesem Gebäude befindet sich die Werkstatt. Mit einem Aufzug erreichten wir die Etagen in der sich die Lager der unrestaurierten Automobile und anderen Exponaten befinden, die zum Teil mit Tüchern zugedeckt waren und auf Nachfrage auch entfernt wurden.             Doch nun zum Musée National de l’Automobile – Collection Schlumpf Fast 400 Fahrzeuge aus der berühmten Schlumpf-Sammlung beherbergt das Nationale Automobilmuseum. Die einzigartige Sammlung von den Anfängen des Automobilbaus mit den ältesten Exponaten (Panhard und Levassor, 1893), über die teuersten (Bugatti Royale), den elegantesten (Rolls Royce Silver Ghost) bis hin zu den schnellsten (Porsche 936, 360 km/h). Nur 5 Minuten vom Stadtzentrum Mülhausens entfernt befindet sich das bedeutendste Automobilmuseum der Welt. Prachtstücke der Automobilgeschichte – darunter die schönsten und berühmtesten Autos der Welt – sind hier zuhause. Von den Anfängen bis zur Gegenwart sind dort all diese zu bestaunen. Namen wie Bugatti, Panhard Levassor, Maybach, Hispano Suiza, Horch, Benz, Peugeot, Renault, Citroen, Ferrari, Lotus, Rolls Royce oder Bentley. Alle diese seltenen Fahrzeuge sind in einer geräumigen ehemaligen Wollspinnereihalle ausgestellt, die auf eine bezaubernde Art ausgestattet wurde: Auf einer Fläche von 17.000 m² geht man durch breite Alleen von fast 2 km Länge unter antiken Straßenlaternen an der gesamten Schlumpf-Sammlung vorbei. Hier stehen die Wagen von Charlie Chaplin, Präsident Poincaré, Kaiser Bao Dai, Juan Manuel Fangio, Maurice Trintignant und vielen anderen. Sie zeugen von der Autoleidenschaft und der Vorliebe ihrer ehemaligen Besitzer. Eine Leidenschaft des Gründers der Sammlung, Fritz Schlumpf, galt den Bugattis, deren Fabrikationsstätte in Molsheim im Elsas (nicht weit von Strasbourg) lag. Prachtstücke der Sammlung sind die „Meisterwerke“, die in einem Extra-Raum ausgestellt sind, 80 Luxuslimousinen vorwiegend aus den 30er Jahren. Dazu gehören z.B. ein Rolls Royce Silver Ghost von 1924 (Besitzer Charlie Chaplin), und als Höhepunkte der Sammlung die Bugatti Royale, darunter das Coupé Napoleon, das Ettore Bugatti gehörte. Das Museum verfügt über modernste Multimedia-Einrichtungen. Die Besucher können sich auf Großleinwänden und Plasmabildschirmen verschiedene Filme anschauen. Zahlreiche Animationen, Simulatoren, Fahrsimulatoren, Minikartbahn und einem Spielbereich für die kleinsten Autofans, machen den Besuch auch für Kinder abwechslungs- und erlebnisreich. Mindestens genauso faszinierend wie die Sammlung ist die Entstehungsgeschichte dieses Museums durch die Gebrüder Schlumpf. Entstehungsgeschichte Die Mutter von Hans und Fritz Schlumpf, Jeanne ist aus Mulhouse. Als Witwe zieht sie ihre Söhne auf, die eine ungewöhnlich starke Bindung zu ihr entwickeln. 1940, mit 34 Jahren, ist Fritz der Leiter einer Spinnerei in Malmerspach. Die Schlumpfs gründen 1935 die Aktiengesellschaft für die Wollindustrie, und ihr Imperium wächst ständig. Fritz sammelt die Autos, die er ab 1964 in seiner Spinnerei in Mulhouse unterbringt … dem zukünftigen Museum. Eine unmäßige Liebe zur Mechanik bewegt Fritz Schlumpf, der bei weitem nicht nur seine Lieblingsmodelle kauft. Im Laufe der Jahre sammeln sich unauffällig 400 Teile, Fahrzeuge, Karosserien oder Motoren, in der Fabrik in Mulhouse an. Das mit ihrer Restauration beauftragte Team muss das Geheimnis wahren. Ein Teil der ehemaligen Spinnerei wird luxuriös hergerichtet … Der soziale Konflikt … Die Schlumpf-Affäre In den 70-er Jahren geht es mit der Textilindustrie bergab. 1976 treten die Gebrüder Schlumpf ihre Fabriken ab. Im Oktober entlässt Malmerspach, ein sozialer Konflikt bricht aus. Die Schlumpfs fliehen in die Schweiz. Im März 1977 dringen Gewerkschafter in das „Museum“ ein und entdecken verblüfft die Sammlung … Die Stätte wird „Arbeitermuseum“ genannt und zwei Jahre lang besetzt. Unter der Bedrohung, verkauft zu werden, um das Defizit der Industriegruppe zu decken, wird die Sammlung 1978 durch den Staatsrat unter Denkmalschutz gestellt. 1981 wird sie an die Assoziation du Musée National de l’Automobile (Verein des Nationalen Automobilmuseums) verkauft. Öffnung des Museums für die Öffentlichkeit Nach vielem Hin und Her öffnet das Museum, das nun Eigentum eines Vereins geworden ist, 1982 seine Tore für die Öffentlichkeit. Die Assoziation du Musée National de l’Automobile de Mulhouse aus öffentlichen Körperschaften und privaten Partnern erwirbt Sammlungen, Grundstücke und Gebäude. Die Assoziation du Musée National de l’Automobile de Mulhouse wird mit seiner Verwaltung beauftragt. 1999 betraut sie Culturespaces mit der Nutzung und Bewirtschaftung des Museums. Die Renovierung 2000 Damit das Musée National de l’Automobile de Mulhouse einen würdigen Einzug ins dritte Jahrtausend hält, hat Culturespaces das Museum völlig renoviert und dabei den berühmten, mit den Straßenlaternen der Alexander-III-Brücke geschmückten Saal beibehalten. Heute gilt sie als das größte Automobilmuseum der Welt und verzeichnet jährlich über 220.000 Besucher. Weitere Information: Musée National de l’Automobile – Collection Schlumpf 192 Avenue de Colmar F-68200 MULHOUSE

Autofans im Museum

Freizeittipp einmal einen Blick über die Grenzen, wenn es um Automobile der Superklasse geht. Vor einiger Zeit machten wir uns daher in die Niederlande auf, um in Den Haag ein neues Automuseum in Augenschein zu nehmen, das Louwman Museum. Wir hatten viel erwartet und wurden mit noch mehr überrascht. Die Reise nach Den Haag lohnt für Autofans in jedem Fall. Das nationale Automobilmuseum hat eine Ausstellung von spektakulären Autos, alten Rädern und es werden Films gezeigt. Evert Louwman ist seit Jahrzehnten bekannt als leidenschaftlicher Sammler von Fahrzeugen, besonders aus der Pionierzeit des Automobils sowie von Limousinen der zwanziger und dreißiger Jahre. Er achtet sehr auf eine hohe Originalität der Fahrzeuge. Seine Sammlung die eine beachtliche geschichtliche Aussagefähigkeit erlangt hat, ist weit über die Grenzen Hollands hinaus bekannt. Traumwagen vieler Generationen Louwman Museum im niederländischen Den Haag. Sammlungsgründer Piet Louwman war Anteilseigner des Dodge-Importeurs für die Benelux-Länder und stellte sich 1934 einen 20 Jahre alten Dodge ins Schaufenster, den er in Zahlung genommen hatte. Zum damaligen Zeitpunkt bereits ein durchaus altes Fahrzeug, das jedoch viele Interessenten in den Showroom lockte. Dies nahm Louwman zum Anlass, weitere alte Autos zu sammeln, die damals häufig schlicht als Alteisen gehandelt wurden. Über die Jahre konnte er somit die vermutlich vollständigste Sammlung an Fahrzeugen von der Gründungszeit des Automobils vor 125 Jahren bis in die heutige Zeit zusammentragen, die irgendwann einmal auf europäischen Straßen unterwegs waren. Die Sammlung war jahrelang zwar bekannt, jedoch nur eingeschränkt zu besichtigen, da es zum einen an einer geeigneten Ausstellungsstätte fehlte und es zum anderen eine rein private Sammlung war und ist, die sich Herr Louwman neben seiner Tätigkeit in der Automobilindustrie leistete. Sein Sohn Evert Louwman führte die Sammelleidenschaft nach dem Tod des Vaters weiter fort und komplettierte durch gezielte Zukäufe. Bereits von außen sieht das Museum nicht klein aus. Durch die geschickte Raumaufteilung bietet es Platz für über 250 Fahrzeuge. Die Eingangshalle mit je einem Exponat pro Land, in dem Autos gebaut werden oder wurden. Fahrzeuge vom Beginn der Motorisierung bilden einen eigenen Themenschwerpunkt im Museum. Elektroautos und Hybridantrieb sind Erfindungen der letzten Jahre? Mitnichten. Bereits kurz nach der Erfindung des Automobils kamen diese Techniken auf. Im Rennsport-Bereich findet sich dieser Napier 100hp, dem ersten Auto in „British Racing Green“ Das Louwman Museum ist die Heimat der größten Sammlung von Vorkriegs-Spyker der Welt. 9 Fahrzeuge sind permanent ausgestellt, weitere 2 befinden sich im Depot. Mercedes-Benz SSK: Der Milligen-SSK aus England. Von 1941 bis zu seinem Tod 2004 in der Hand von George Milligen und absolut original erhalten. Design aus der Zeit, als es bei den meisten Herstellern nur nackte Chassis zu kaufen gab und man sich die Karosserien noch fertigen lassen musste. Der Talbot-Lago T150 SS Teardrop von Figoni et Falaschi. Die Bugatti-Sammlung kann sich absolut sehen lassen. Sechs Vorkriegs-Fahrzeuge geben die Ära der Molsheimer Luxuswagen auf’s Beste wieder. Auch Kleinwagen werden im Louwman Museum berücksichtigt. Schon mal den Siegerwagen aus Le Mans 1957 gesehen? Hier steht er, der legendäre Jaguar D-Type. Diesen Ferrari 500 Superfast Special besaß einst Prinz Bernhard. Von diesem Fahrzeugtyp wurden lediglich 37 Exemplare gefertigt, jedoch nur dieser eine in „Verde Pinto“ (grün). Aus der Rosso Bianco Collection wurden viele Fahrzeuge ins Louwman Museum übernommen. Darunter auch dieses Alfa Romeo 33/2 Daytona Coupé. Zu den modernsten Autos im Museum gehören die Wagen der Le Mans Sammlung. Dort findet sich auch dieser Toyota TS-010 von 1993. Neben den 250 ausgestellten Autos bleibt Platz für die wohl größte Kunstsammlung mit automobilem Bezug. Kunstwerke, originale Rennplakate und Automobilia sind in mehreren Räumen untergebracht. Das Louwman Museum bietet neben der reinen Ausstellung die Möglichkeit, Versammlungsräume und ein Theater anzumieten. Im Theater kann über einen speziellen Aufzug gar ein Auto auf die Bühne gebracht werden Neben der bereits erwähnten Ansammlung von Fahrzeugen aus der Frühzeit des Automobils, deren Ausstellungsraum bei Kutschen aus dem 16. Jahrhundert beginnt und bis auf zwei Fahrzeuge nur Originale enthält. Auch für Kunstfreunde lohnt die Reise nach Den Haag. In zwei großen Räumen des Museums befindet sich die vermutlich größte private Kunstsammlung mit automobilem Schwerpunkt. Ob Rennplakate, Ölgemälde, Bleistiftzeichnungen, Statuen, Pokale oder Picknickgeschirr – überall finden sich Autos in jeder denkbaren Form. Dazu gibt es einen Bereich, in dem nur Metallplastiken ausgestellt sind, überwiegend aus Silber gefertigt. Allein der Gang in diesen Räumen kann Stunden dauern, da man fortwährend neue Details entdeckt und mit dem Auge dort verweilt. Wenn man schließlich doch am Ende des Rundgangs angekommen ist, findet man sich auf einem nachgebauten niederländischen Dorfplatz der 30er Jahre wieder. Wer durch die Schaufenster der Geschäfte schaut, erblickt Ladenausstattungen, die tatsächlich so alt sind, wie sie aussehen. Die Läden selbst bestehen aus echten Backsteinen, um den Effekt zu verstärken und den Grundsatz des Museums, nach Möglichkeit nur authentische Sachen zu zeigen, zu unterstreichen. Hier findet sich auch die Front des anfangs erwähnten Dodge-Showrooms, in dem damals alles begann. Vor dieser Kulisse kann man bei einer Tasse Kaffee oder einem kühlen Wasser die Eindrücke noch einmal Revue passieren lassen, bevor man sich auf den Heimweg macht. Louwman Automuseum Den Haag Leidsestraatweg 57 Den Haag 2594 Niederlande +31 (0)70 – 304 7373 Fax: +31 (0)70 – 383 5587 •

RT41. Mönchengladbach. Schwäbische Alb – Tour  22.09.-24.09.2006 mit Gerda & Paul. Schumacher. Wie die Herren Karl Kübler und Winfried Wiedenhöfer