Bei einer so großzügigen Einladung musste sogar der Wettergott ein Einsehen gehabt haben, denn nachdem es zur Eröffnung der Olympiade in Paris am Vortag in Strömen geregnet hatte, war es am Sonntag, dem 28. Juli 2024, den ganzen Tag über trocken und wir genossen bestes „Cabrio-Wetter“. Insgesamt 15 unserer schönen 107er SLs stellten sich nachmittags in Landgraben/Kreis Plön zu einem Gartenfest ein.

Unsere Gastgeber, Doris und Peter, hatten netterweise bestens für genügend Parkplätze unserer „Schätzchen“, sogar auf den Nachbargrundstücken, gesorgt. Leider war es mir nicht möglich auf den folgenden Fotos alle Fahrzeuge abzubilden …

Wir wurden um 15:00 Uhr zu „Kaffee & Kuchen“ mit einem Torten-Buffet empfangen, das wirklich keinerlei Wünsche offen ließ. Und auch die Musik von unserem DJ Markus versetzte uns bereits jetzt in eine entspannte Party-Stimmung.

Im Anschluss erfreuten wir uns bei bestem Sommerwetter an der von Mike und Uwe ausgearbeiteten schönen Ausfahrt, die uns zunächst zu den Ufern einiger Holsteiner Seen führte. Wir warfen einen Blick auf den Dobersdorfer See und erreichten dann das Gestade des Selenter Sees. Der Selenter See ist nach dem Plöner See mit seinen ca. 23 km² der zweitgrößte See in Schleswig-Holstein und für seinen sehr großen Fischreichtum bekannt.

Für alle fünfzehn teilnehmenden, und ausnahmslos von dieser Tour begeisterten R107er Clubkamerad*innen seien hier nur drei stellvertretend im Bild dargestellt:

Anschließend führte uns die Tour in die reizvolle Landschaft der Probstei, voll mit vielen unerwarteten Entdeckungen. Die Probstei ist ein Landstrich, die eine im Kreis Plön liegende und nicht nur Insidern bekannte Region inmitten der holsteinischen Landschaft darstellt. Diese gehörte seinerzeit zum Benediktinerinnenkloster Preetz und wurde von dem dort vorstehendem Probst verwaltet.

Daher erhielt die Probstei auch ihren Namen.

Das absolut Besondere an der Probstei war seinerzeit, dass es hier bis zum 16. Jahrhundert keine Leibeigenschaft gab; die Bauern waren zwar frei, jedoch keine Eigentümer ihrer ertragreichen „Scholle“, sondern nur Erbpächter. Sie mussten nur geringe Abgaben an das Preetzer Kloster leisten, jedoch dessen Anweisungen stets gehorsam folgen.

Natürlich hatten Mike und Uwe auch an eine besondere „Probsteier Attraktion“ gedacht, denn Jahr für Jahr werden hier für die „Probsteier Korntage“ Skulpturen und Strohpanoramen neu erschaffen.

Und es freut sich bereits seit 2001 die gesamte Region auf diesen alljährlich wiederkehrenden Event. Während der gesamten Dauer dieser Traditionsveranstaltung zieren diese Kunstwerke Straßen und Wege im ganzen Probsteier Land.

Im Laufe unserer Tour wurde uns eine kurze Einsicht in den „Strohfiguren-Wettbewerb“ ermöglicht:

Rund einen ganzen Monat lang finden hier viele Aktionen rund um das Korn statt: Wahl der „Korn-Königin“, Wanderungen durch die Kornfelder, Korn mahlen in einer Mühle und natürlich auch geführte Radtouren zu den Strohfiguren der engagierten Strohkünstler in den 19 Gemeinden der Probstei, die somit natürlich in jedem Dorf zu finden sind.

Nach dem Ende unserer schönen Ausfahrt ins „Holsteinische“ und unserer Rückkehr nach Landgraben hielten unsere Gastgeber Doris und Peter bereits das nächste „Tages-Highlight“ für uns bereit:

Zartes Spanferkel satt mit Beilagen, serviert vom Schlachtermeister, ein Fass Bier und „Verteiler“ anbei:

Und am Ende dieses für uns alle außergewöhnlichen Tages darf ich mich bei allen Beteiligten, die zum Gelingen dieser für alle Teilnehmer*innen unvergesslichen Veranstaltung beigetragen haben – und natürlich ganz besonders bei unseren Gastgebern – ganz, ganz herzlich bedanken!

Wieder einmal eine perfekte Ausrichtung und Organisation, naturnah und familiär – nur so kann man diesen von Doris und Peter initiierten „Sommer-Event-Landgraben“ des RT 24 kurz und prägnant beschreiben.

Oscar Fuchs

Hymer Museum – Klassikwelt Bodensee – Landesgartenschau Wangen 2024

Am Freitag, 07.06.2024 starteten 7 x 107 in Grabenstätt am Chiemsee über die A 8, A 995 und A 96 zum Hymer-Museum in Bad Waldsee.

Nach dem Mittagessen im Museum wartete die engagierte Führerin auf uns und führte uns in die Welt des mobilen Reisens ein. Spartanisch waren die ersten Wohnwagen anzusehen, die wegen der geringen Motorleistung der Zugfahrzeuge nur ein Dach über dem Kopf boten.

Unser RT83-Reisemanager Heinz Nowara hatte uns in Kisslegg komfortabel untergebracht und nach einer zu kurzen Nacht brachen wir am Samstag früh nach Wangen zur Landesgartenschau auf. Hans Markus und Hanni Wellers vom RT80 verstärkten unser Team aus 107- und Gartenliebhabern. Ein Lob den Veranstaltern dieser sehenswerten und interessant konzipierten Veranstaltung. Michael und Trude Busse stiessen trotz weiter Anfahrt extra zum Abendessen zu unserer geselligen Runde.

Am Sonntag stand die Messe Klassikwelt Bodensee in Friedrichshafen auf dem Programm. Die Mischung aus mehreren Hallen mit Teile- und Werkzeugverkäufern sowie gewerblichen und privaten Fahrzeuganbietern war abwechslungsreich und informativ. An unserem Clubstand interessierte alle der in Restaurierung befindliche 107 eines RT88 Mitglieds. Unser Präsident Gunter Hoferer begrüßte unsere Runde und erzählte aus erster Hand einiges aus der aktuellen Clubarbeit und den Zielsetzungen.

Nachmittags wurden die rund 300 Km nach Hause unter die Räder genommen und alle freuten sich über die regen-, pannen- und unfallfreien Tage in harmonischer und geselliger Runde.

Hans Träg – RT83 Leiter

Die Tage vor unserer geplanten Ausfahrt waren regnerisch und trüb und so konnten wir unser Glück gar nicht fassen, denn am entscheidenden Tag war es sonnig und frei von Regen!

Nach drei Regentouren hatten wir heute schönstes Cabrio-Wetter.

Was wäre eine Tour durch die Köge der Nordseeküste auch schon bei Schietwetter…

Wir beginnen den Tag mit einem reichhaltigen Frühstücksbüfett im Bauernhof-Café „Hacienda” in Almdorf. Es ist Zeit, in Ruhe zu schnacken.

Wir starten mit 15 Fahrzeugen, es geht durch die Reußenköge und den Sönke Nissen Koog. Die Landschaft mit Deichen, Wiesen und Kornfeldern sieht bei dem sonnigen Wetter wunderschön aus! In Schlüttsiel gab es einen Zwischenstopp mit einer kleinen Sektpause. Jetzt verlassen wir kurz die Route und genießen, vom Hafen aus, den Blick auf die nordfriesischen Halligen und die Insel Föhr.

Weiter geht´s durchs flache schöne Land zur Nolde Stiftung in Seebüll.

Hier bekommen wir eine interessante und unterhaltsame Führung durch das Museum mit

Wohnhaus und Atelier. Können sehen, wie der Künstler mit seiner Frau Ada lebte und zu seinen Impressionen kam. Auch der gezeigte Film war absolut sehenswert und berichtet von Noldes Werdegang und Leben. Nach der Führung bleibt noch Zeit für einen gemütlichen Kaffee und etwas Klönschnack..

Dann geht es auf kleinen, schönen Wegen über die Dörfer nach Ahrenviöl, wo wir im Restaurant „Forsthaus” das typische Gericht Labskaus mit Rollmops, Spiegelei, rote Beete und saure Gurke gibt.

Es war ein rundum schöner Tag- mit netten Menschen, guten Gesprächen, schönen

Landschaften, leckerem Essen und interessanter Kultur. Perfekt!

Vielen Dank an Astrid und Henrik, die diese tolle Tour ausgearbeitet und organisiert haben.

Am 28.6.2024 trafen sich 25 Personen in 14 Fahrzeugen auf dem Rastplatz der ehemaligen Zollanlage Lichtenbusch der A 44 kurz vor der Grenze nach Belgien.

Bis 10:00 Uhr sollten sich alle auf dem Rastplatz Lichtenbusch einfinden, was auch hervorragend geklappt hat. Bis auf Wenige hatten alle ihre Dächer noch geschlossen da es doch recht frisch war. Die Teilnehmer erhielten für jedes Fahrzeug eine Bordmappe mit wertvollen Hinweisen für die geplante Route, wie z.B. die Geschwindigkeit zu beachten, da mit vielen Blitzern auf der Strecke zu rechnen war. Vorweg sei gesagt, dass niemand in die Falle getappt ist J.

Der Start erfolgte um 10.10 Uhr über die Grenze in Richtung Eynatten – Raeren. Nach ca. 9 km war das erste Ziel erreicht. Das Töpfereimuseum in Raeren bietet eine weltweit einzigartige Steinzeugsammlung in der Burg Raeren, ergänzt durch ein vielfältiges museumspädagogisches Angebot.

Wir wurden von Frau Bernadette Kohnemann einer sehr netten Dame erwartet, die uns durch die verschiedenen Räume der Burg führte und uns von der Tongewinnung bis zum fertigen Produkt alles genau erklärte.

Da es viele Räume waren – vom Keller bis zum 2. Stock – dauerte die Führung auch entsprechend lange. Dank ihres großen Fachwissens wurde es nie langweilig.

Zurück auf dem Parkplatz an der Burg hatte sich das Wetter zum Positiven gewendet und die Temperaturen erlaubten es nun, alle Dächer zu öffnen.

Die Fahrt führte uns über wunderschöne Straßen, rechts und links von Tannenwäldern gesäumt, ins ca. 51 km entfernte Monschau-Widdau. Hier konnten alle Teilnehmer nicht nur mit den Augen genießen, sondern dank des Cabrios auch den würzigen Duft der Tannen erleben. Am Ziel erwartete uns ein Mittagessen in der Gaststätte Hermann. Wir wurden bereits erwartet und nahmen auf der Terrasse des Lokals Platz, das einen atemberaubenden Blick auf eine Tallandschaft bot. Deftige Eifler Gerichte wurden angeboten, vom Strammen Max über Eier mit Speck bis zum köstlichen Stück Obstkuchen war alles im Angebot.

Gaststätte Hermann-Jos. Küpper
RT41
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Frisch gestärkt ging es weiter durch eine landschaftlich sehr reizvolle und abwechslungsreiche Region Ostbelgiens.

Wer unberührte Natur liebt, kommt im Naturschutzgebiet Hohes Venn, einer der letzten Hochmoorlandschaften Europas, voll auf seine Kosten. Zahlreiche Quellen entspringen hier und speisen die umliegenden Stauseen. Wanderwege und Holzstege führen Wanderer und Radfahrer durch eine unendliche Weite mit beeindruckenden Panoramen. Das Signal de Botrange ist mit 694 Metern der höchste Punkt Belgiens. Er war das nächste Ziel. Einige ließen es sich nicht nehmen, ihn zu erklimmen. Eine Aussichtsplattform bot einen herrlichen Blick ins Hohe Venn.

Von dort aus traten wir den Rückweg an. Wir fuhren wieder in Richtung Raeren. Neben der schönen Landschaft kamen wir auch durch einige Städte wie z.B. Eupen.

Langsam wurde es Zeit fürs Abendessen. Was darf bei einem Besuch in Belgien nicht fehlen? Natürlich die typisch belgischen Pommes frites. Typisch belgisch – gibt es das noch? Aber sicher! Davon konnten wir uns bei einem Besuch bei MANNEKENFrit – der etwas anderen Frittenbude – in Hauset überzeugen. Hier gibt es Belgien pur – das Beste, was das Land zu bieten hat, in Top-Qualität und in einer Atmosphäre, die belgischer nicht sein könnte.

Wir durften die original belgischen Pommes frites mit sorgfältig ausgewählten Zutaten probieren. Von Hand geschält und nach belgischer Tradition zweimal frittiert, werden die Kartoffeln zu Leckerbissen, denen man nicht widerstehen kann. Der Kaffee nach dem Essen wurde natürlich mit einer köstlichen belgischen Praline serviert.

Ein langer, abwechslungsreicher und erlebnisreicher Tag ging zu Ende und jeder trat individuell die Heimreise an.

Als Ausrichter der Tour möchte ich mich besonders Bedanken bei Joachim Drossert für diesen Bericht sowie Leo Gossen für die Drohnen aufnahmen.

Hans-Joachim. Jungbluth

Es ist wieder soweit: Ein zweites Mal haben sich Martina und Gisbert um unsere Spargeltour gekümmert und bereiten uns einen schönen Sonntag.

Der Treffpunkt ist diesmal, wie es sich an einem Sonntag gehört, an der Stechinelli-Kapelle in Wieckenberg, die aber auf den ersten Blick gar nicht als eine Kapelle erkannt wird. Das war die Auflage des damaligen Herzogs, damit die Winsener sie nicht als Konkurrenz empfanden. Im Inneren bildet der festliche Barock einen starken Kontrast. Man fragt sich sowieso, wie ein Italiener in diese Gegend kommt. 1656 traf Fürst Georg Wilhelm während einer Venedigreise auf den 16-jährigen Francesco Maria Capellini und nahm ihn mit nach Hannover. Dieser war zuerst Kammerdiener, bevor er Besitzer des neu erbauten Ballhofs in Hannover wurde, wo er steuerfrei italienische Weine ausschenken durfte und so gutes Geld verdiente. 1665 zog er mit seiner Frau Philippine Marchand ins Celler Schloss. Dort kam er durch seine enormen kaufmännischen Aktivitäten schnell zu märchenhaftem Reichtum. Alles, was der Hof an ausländischen Erzeugnissen brauchte bis hin zu italienischen Handwerkern ging durch seine Hand. 1677 kaufte er das adelige Gut Wieckenberg, und ein Jahr später wurde er zum General-Erbpostmeister für die Celler/Lüneburgischen Gebiete ernannt. Nun baute Stechinelli die noch heute erhaltene Kapelle. Seinen Spitznamen Stechinelli soll Capellini wegen seiner dünnen Beine von französischen Freunden des hannoverschen Hofes bekommen haben: stechinello = dünnes Hölzchen/Zahnstocher. Diese Anspielung hat er sich zu eigen gemacht und alle Briefe und Verträge fortan damit unterzeichnet. Capellini alias Stechinelli war maßgeblich am Ausbau der Postwege durch das gesamte Herzogtum beteiligt, in Konkurrenz zu Thurn und Taxis. 1682 verkaufte er zwar sein Postmonopol, behielt aber seine wichtigste Station, den Postkrug mit Pferdewechsel in Wieckenberg, um die vielen Vergünstigungen weiter für sich nutzen zu können. Unter seiner Regie entstand auch ein schlossartiges Gutshaus mit einem großen Park, welchen Gärtner aus Herrenhausen in barocker Pracht gestalteten. 1688 wurde Stechinelli in den erblichen Grafenstand erhoben und an den Grenzen seiner Wieckenberger Ländereien Grenzsteine mit der Abbildung eines Hutes errichtet (Wappenzeichen seiner Familie: Capello = Hut).

Über dem Eingangsbogen der Kapelle steht der Name Francisco Capellini Steckinelli, eine dezente Aufforderung, seinen Namen italienisch auszusprechen!

Ja, eine interessante Geschichte, eindrucksvoll von Herrn Leuchtenberger vorgetragen. Er könnte noch stundenlang referieren, aber unsere nächste Etappe, das Erdölmuseum in Wietze, wartet schon mit einer reichhaltigen Gulaschsuppe.

Im Erdölmuseum in Wietze besichtigen wir unter fachkundiger Führung das 1,8 ha große, parkartige Freigelände sowie die im vergangenen Jahr komplett erneuerte Indoor-Ausstellung. Wir erfahren alles Wesentliche über den „raffinierten“ Rohstoff selbst und über seine Förderung, Verteilung und Verwendung. Dabei werden auch die Risiken und negativen Begleiterscheinungen erörtert. Das Außengelände umfasst verschiedene Bohr- und Fördereinrichtungen, Maschinen, die man in Gang setzen kann, Nutzfahrzeuge aus der Nachkriegszeit und zahlreiche originale Ölfeld-Relikte. Das Highlight ist der 54 m hohe Bohrturm.

In Wietze stand die „Wiege der Erdölindustrie“. Hier erfolgte Mitte des 19. Jahrhunderts eine der ersten Ölbohrungen weltweit. Zwischen 1900 und 1920 war das ehemalige Wietzer Ölfeld das produktivste in Deutschland, das außerdem ein Erdöl-Bergwerk betrieb. Ein Foto von 1922 zeigt zum Beispiel: „Erste Tankstelle (OLEX) in Deutschland auf dem Raschplatz in Hannover“.

Ein wirklich authentischer Schauplatz der 150-jährigen Erdölgeschichte.

Und weiter geht unsere Tour auf gut befahrbaren, verkehrsarmen und landschaftlich schönen Nebenstrecken zu unserem nächsten Stopp in Bergen-Belsen, der sehr kurz ausfällt. Für mich eine Besonderheit auf der Strecke ist eine Birkenallee, in welcher ich kurz einen Storch beobachten kann. Die blau schimmernden Felder bleiben für mich rätselhaft, sehen aber wunderschön aus.

Nach dem kurzen Stopp in Bergen-Belsen erreichen wir dann unser Endziel, den Gutshof Oertzetal, wo wir schon im letzten Jahr Spargel genossen haben.

Das Wetter ist den ganzen Tag passabel. Teilweise fahren wir mit offenem Verdeck. In Wietze kommt mal ein Schauer herunter, aber da sind wir schon fast im Trockenen, und so ist beim Gutshof Oertzetal dieses Mal nicht auf der Terrasse für uns gedeckt, sondern im Innenbereich.

Ich denke, alle kamen auf ihre Kosten, und so ging wieder ein ereignisreicher, informativer und geselliger Tag, der unser Clubleben ausmacht, zu Ende.

Tausend Dank für diese Bereicherung, liebe Martina und lieber Gisbert. Ohne ein solches Engagement für die Gemeinschaft gäbe es kein Clubleben.

Monika

Am 11.05.2024 hat der RT 484 seinen Technik-Tag bei der “Classic-Lounge” in Thuine abgehalten.

Die Veranstaltung war gut besucht und das Augenmerk wurde nicht nur auf die 107er gelegt.

Unter dem Motto „Wir nehmen euch an die Leine!“ wurde seit dem 13. Oktober 2018 dieses jährliche Top-Ereignis des SL-Clubs geplant mit dem Ziel, vom 21. bis zum 23. Mai 2021 unseren aus der Ferne angereisten Gästen die Besonderheiten Hannovers und seine schöne, abwechslungsreiche Umgebung zeigen und näherbringen zu können.

Aber dann… machte uns Corona einen Strich durch die Rechnung. Alles wurde abgesagt.

Am 7. Oktober 2022 nahmen wir unsere Planungen wieder auf, damit nun vom 24. bis zum 26. Mai 2024 das Jahrestreffen bei uns stattfinden könnte. Alle getroffenen Absprachen und Bestellungen mussten neu verhandelt und auf den aktuellen Stand gebracht werden, denn nicht nur bei uns hat die Corona-Pandemie ihre Spuren hinterlassen.

Ja. Und nun war es soweit: 150 Fahrzeuge haben sich angemeldet. Zwar weniger als beim ersten Anlauf, aber trotzdem hatten wir genug zu tun. Zu Pfingsten, eine Woche vor dem Jahrestreffen, wurden 150 Begrüßungstüten mit Nummern, diversem Autozubehör, Leckereien und Infomaterial aus Hannover, Getränken, natürlich dem Roadbook, Ausfahrtsschild und Teilnehmerausweis gepackt. Das ging wie am Fließband und hat richtig Spaß gemacht.

Am Donnerstag fanden dann die Vorbereitungen im Maritim Hotel am Flughafen statt. Tresen aufbauen, Tüten nach Nummern sortieren, Sitzplan mit Listen aufhängen, Hannover-Taler auf den bereits gedeckten Tischen verteilen und, für mich das Highlight, zwei SLs  auf der Bühne und zwei weitere Schätzchen im Foyer platzieren, die noch von Rainer und Klaus auf Hochglanz geputzt worden waren. Fehlende Lanyards wurden von Beate und Ullrich in spontaner Heimarbeit durch rote Schnüre ersetzt. Danke für diesen Einsatz!

Nun konnte der Freitag mit der Anreise der Gäste kommen. Die Einweisung ins Parkhaus übernahmen Uwe und Klaus gemeinsam mit dem Hoteldirektor. Ab 8 Uhr war unser Counter besetzt. In rotem Poloshirt war das Orga-Team gut zu erkennen. Ingrid, Beate, Claudia und Roland begrüßten die Gäste und strichen die Listen ab, Wolfgang, Christoph, Ullrich und Frank reichten die jeweilige Tüte an. Weiter ging es bei mir mit der Auswahl der Platzierung und dem Verkauf der Lose für die Tombola. Die Abwicklung erfolgte sehr entspannt, ohne Gedränge und ohne Zwischenfälle, bis es Zeit war für die Stadtrundfahrt in fünf Bussen.

Leider ließen uns die Stadtführer im Stich, aber Christoph entpuppte sich als sehr kompetent, und in meinem Bus hat uns der Fahrer entlang der gewählten Route (Flughafen, Vahrenwalder Straße, Ferdinand-Wallbrecht-Straße, Lister Platz, Podbielskistraße, Eilenriede, Kongresszentrum, Marienstraße, Hildesheimer Straße, Maschsee, Stopp am Rathaus) bis zum Endpunkt, der Schlossküche in Herrenhausen, ausführlich und humoristisch informiert.

Dort empfing man uns bei einem leckeren Aperitif mit den Bruchmeistern und dem Karikaturisten Lothar Krebs. Alle fanden in den Innenräumen bequem Platz. Lars begrüßte unsere Gäste und stellte den Zeichner vor, der den ganzen Abend zur Verfügung stand, um für jeden, der wollte, individuelle Karikaturen anzufertigen. Der Erlös ging vollständig an die Kinderkrebshilfe. Der Andrang war sehr groß. Lothar Krebs war den ganzen Abend ausgebucht. Die Bruchmeister erklärten ihre Tradition und brachten uns während des Abends das Trinken der „Lüttjen Lage“ bei. Hierbei handelt es sich um ein spezielles Dunkelbier in einem kleinen Stamper sowie um einen Korn, der in das Bier laufen muss. Das sorgte für einigen Spaß, denn das Trinken mit zwei Gläsern in einer Hand bedurfte einiger Geschicklichkeit. Unterdessen konnten sowohl das reichhaltige Vorspeisenbuffet in der Schlossküche, als auch die Spezialitäten vom Grill aus regionalem Anbau im Innenhof genossen werden. Das außerordentlich freundliche Personal versorgte uns ohne Unterlass reichlich mit Getränken, denn später brachten uns bereitstehende Busse sicher ins Hotel zurück.

Den ersten Tag haben wir als Orga-Team erfolgreich gemeistert, und zufrieden konnten wir in die Heia.

Auch am Samstag war der Tresen ab 8 Uhr besetzt. Die letzten Tüten mit den Utensilien für die Ausfahrten wurden verteilt, und dann ging es los zu den sechs gewählten Zielen (Teststrecke mit Erdölmuseum in Wietze, Steinhuder Meer, Celle, PS-Speicher in Einbeck, Lüneburger Heide und Schloss Landestrost in Neustadt am Rübenberge).

Impressionen von der Teststrecke und dem Erdölmuseum:

Impressionen vom Steinhuder Meer:

Impressionen von Celle:

Impressionen vom PS-Speicher:

Impressionen von der Heidefahrt:

Impressionen von Schloss Landestrost:

Meine Aufgabe war es, die Stellung im Hotel zu halten. Es gab keine Vorfälle oder Hilferufe, sodass ich mich gemütlich auf den Abend vorbereiten konnte. Ab 16 Uhr stand ich wieder parat und pries den Rückkehrern erneut Lose für die Tombola an. Um 18.30 Uhr fand in der Lobby der Sektempfang statt, der von einer Dreier-Combo musikalisch begleitet wurde und auf den Galaabend einstimmte.

Ab 19 Uhr öffneten sich die Türen des Festsaals, und an hübsch gedeckten runden Achter-Tischen wurde Platz genommen. Auf jedem Beilagenteller lag ein „Hannover-Taler“ zur Begrüßung. Durch den Abend führte Susi Brandt, Moderatorin beim MDR, ebenfalls stolze Besitzerin eines 107ers, welchen sie ihren Eltern für diesen Tag zur Verfügung gestellt hatte, da diese Silberhochzeit feierten.

Lars eröffnete den Abend auf der Bühne zwischen zwei blitzeblanken SLs, und dann begann die Schlemmerei. Ein Vier-Gänge-Menü wurde professionell in abgesprochenen Etappen serviert. In lockerer Reihenfolge begrüßten uns der Direktor und die Maritim-Crew, erfolgte die Staffelübergabe mit einem Präsentkorb, gefüllt mit Hannover-Spezialitäten und wurde das Orga-Team geehrt. Noch einmal verkauften wir Lose und konnten dann erfolgreich zwei Schecks über jeweils 1.800 Euro an die Obdachlosenhilfe Hannover und das Tierheim Geissblatthof überreichen. Beide Organisationen waren hocherfreut und voller Dankbarkeit. Einen großen Dank an alle eifrigen Spender! Der Höhepunkt war dann die Ziehung der Tombola-Gewinne. Die Glücksfee war die achtjährige Tochter eines Clubmitglieds. Aus einem imposanten blank geputzten Silberpokal fischte sie die Gewinnnummern, und der total leckere Nachtisch beendete den offiziellen Teil des Abends.

Nun konnte die Musikband „Pleasure Music“, die während des früheren Abends dezente Dinnermusik spielte, voll aufdrehen, und die Tanzwütigen kamen mit einem abwechslungsreichen Repertoire bis um 1 Uhr voll auf ihre Kosten. So ging ein gelungener, kurzweiliger Abend ohne lange Reden und Huldigungen zu aller Zufriedenheit zu Ende.

Der Sonntag war für die Jahreshauptversammlung reserviert, und als Programm für die Partner der Mitglieder gab es eine Flughafenführung.

Nun waren wir erlöst und glücklich. Es gab von allen Seiten nur großes Lob. Hier ein paar Zuschriften:

„Habt noch einmal herzlichen Dank für das richtig tolle Jahrestreffen bei Euch in Hannover. Wir haben die ganzen drei Tage sehr genossen, angefangen beim herzlichen Empfang, über die abwechslungsreiche Mee(h)rblick-Ausfahrt, bis zum unterhaltsamen Galaabend am Samstag.“

„…wir sitzen gerade zum Abendessen zusammen und denken noch einmal an das letzte Wochenende. Es war ein tolles Event. Ob der Freitag in den Herrenhäuser Gärten, die Ausfahrt in die Heide oder der Galaabend im Maritim, es war alles super gut und hat uns rundum gefallen. Ihr habt Euch wirklich große Mühe gegeben und ein rundum gelungenes Jahrestreffen organisiert. Dafür noch einmal von dieser Stelle ganz herzlichen Dank.“

„…möchten uns bei dir und deinem Orga-Team ganz herzlich bedanken für das schöne Jahrestreffen und die tolle Organisation. Uns hat es sehr gut gefallen. Unsere gebuchte Ausfahrt zum Steinhuder Meer war super, und auch das Essen in den Strandterrassen war sehr lecker. Wir haben dann noch zwei Übernachtungen im Maritim angehängt, damit sich die weite Anfahrt in den Norden auch gelohnt hat und wir noch mehr ansehen konnten. Am Montag haben wir dann auch Hannover entlang des “roten Fadens“ ausgiebig besichtigt. Wir waren wirklich überrascht, wie schön die Altstadt ist und wieviele Sehenswürdigkeiten es tatsächlich gibt.“

„Ich möchte mich noch einmal persönlich für die schönen Tage in Hannover bedanken. Die Ausfahrt, die Abendprogramme und die Organisation waren eine runde Sache. Besonders das Roadbook war von höchster Qualität.“

„…das Essen in Herrenhausen war historisch.“      „…wir haben uns gar nicht verfahren!“

„…wir haben gar nicht gewusst, wie schön Hannover und das Umland sind.“

Ja, da schlägt das Herz höher. Dann haben wir wohl alles richtig gemacht, und wir können ruhig stolz auf uns sein. Alle, die nicht dabei waren, haben etwas verpasst, was so schnell nicht wieder kommt.

In diesem Sinne: Mir hat es riesigen Spaß gemacht mit Euch, dem Orga-Team (Lars, Wolfgang, Ingrid, Rainer, Christine, Roland, Claudia, Frank, Beate, Ullrich, Klaus und Christoph) zu planen und zu organisieren. Ich würde es jederzeit wieder tun. Danke, dass ich dabei sein konnte.

Monika

Bei wunderschönem Wetter haben wir am 09.06.2024 auf dem Gelände des Landgestüt Warendorf ein Fotoshooting mit gemütlichem Picknick veranstaltet. Mit dem Landgestüt haben wir einen Ort gefunden, der schöne Fotos ermöglichte und auch einen schönen Rahmen für das Picknick bot.

Hier ein paar unserer Bilder:

Am diesjährigen Vatertag meinte es der Wettergott gut mit uns und so konnten wir den Ausflug nach nach Hallein über Golling und zum Rossfeld mit unseren 107er Cabrios antreten.

Wir trafen uns in Thannreit bei Traunstein und als alle 5 Teilnehmer mit Begleitern eingetroffen waren, konnten wir unsere Reise unter der Leitung von Stefan Pirsch starten.

Er hatte die Route vorgeschlagen, festgelegt und bis ins Detail bestens geplant. 

Alle fanden es recht lobenswert, dass die Clubteilnehmer Susanne und Siegfried Böck mit ihrem 280 SLC die weite Anreise aus Tirol auf sich genommen hatten.

So ging die Reise durch Teisendorf und Anger bis Bayerisch Gmain. Ab Großgmain befanden wir uns auf österreichischem Boden. Nun ging es weiter über Grödig nach Hallein. Dieser Streckenabschnitt durch viel Wald war zwar ziemlich eng, aber sehr interessant wegen der vielen Kurven.

In Hallein angelangt, bezogen wir einen Parkplatz, bei dem an diesem Tage keine Gebühren erhoben wurden. Von hier aus suchten wir nach einem kurzen Fußweg ein recht schön gelegendes Cafe in der Stadt auf. Wir  waren alle recht angenehm überrascht, weil uns der Organisator unserer Reise, Stefan Pirsch zu Kaffee und Kuchen eingeladen hatte. (Wir waren aber schon vorher alle recht gut gelaunt).

Die Fahrt setzte sich anschließend fort nach Bad Dürrnberg mit seiner imposanten Wallfahrtskirche.

Eine wirklich wunderbare Straße führte uns hoch zu der Stadt, wo wir dann zum Mittagessen direkt neben der imposanten Wallfahrtskirche einkehrten.

Zudem konnten wir auch noch eine herrliche Aussicht ins Salzachtal genießen.

Nun setzten wir unsere Reise fort über die Mautstelle zum Roßfeld. Wir fuhren bis ganz nach oben, wo wir wiederum die herrliche Aussicht ins Nachbarland genossen.

Hernach entschieden wir uns für  Berchtesgaden und Bad Reichenhall, bis sich unsere Wege nach diesem wunderbaren und harmonischen Ausflug trennten, jeder in seine Richtung…

Reinhard Huber

Die Wetter-App von Christina, meiner heutigen Beifahrerin, sagte: „kein Regen“. Also öffnete ich am Treffpunkt auf dem ADAC-Parkplatz in Laatzen das Dach, so wie es sich für einen Saisonstart gehört. Der Zuspruch war enorm. 17 Fahrzeuge trudelten ein. Die Tour-Organisatoren Roland und Christine verteilten die Streckenpläne, und die Autoschlange setzte sich in Bewegung.

Die Sonne schien, und die Fahrt über Landstraße, oft wunderschöne Alleen, vorbei an gelben Rapsfeldern, deren Duft man einatmen konnte, machte mich zufrieden und glücklich. Christina verfolgte den Straßenverlauf bis zu unserem ersten Ziel, dem Tier- und Ökogarten der IGS Peine.

Hier im Tier- und Ökogarten ist jeden ersten Sonntag im Monat Besuchertag mit Zirkusvorstellung, Streichelzoo, Bratwurst sowie Kaffee und Kuchen. Mit viel Liebe ist dieser Garten angelegt. So macht Lernen bestimmt Spaß: praxisnah, verantwortungsvoll und genussvoll. Wenn man sieht, wie die Möhren, der Salat und die Kräuter wachsen, die zuvor ausgesät worden sind, bekommt man ein ganz anderes Verständnis für Nahrung. Wenn man erkennt, was für eine Vielfalt und Pracht die Blumenwelt für uns bereithält, merkt man, dass die Natur geschützt werden muss. Hasen konnten gestreichelt werden, und die verschiedenen Hühnerarten haben mich sehr beeindruckt.

Weiter ging es dann zum Mittagessen im Waldgasthaus Odinshain. Dort stießen Gitti und Hansi zu uns, und eine lange Tafel im Festsaal war vorbereitet. Unsere Essenswünsche hatten wir schon bei der Anmeldung kundgetan, sodass die Abfertigung reibungslos verlief. Mein Sauerfleisch mit Bratkartoffeln war eine Wucht, sowohl vom Geschmack als auch vom Volumen her. Das Bezahlen nahm eine gewisse Zeit in Anspruch, wodurch Rolands Ablaufplan in Verzug geriet. Denn nun stand mit 45-minütiger Verspätung die längste Strecke an.

Mit meiner Beifahrerin Christina durfte ich hinter Roland herfahren. Aber das war nicht so einfach, Roland machte Speed. Christina verfolgte die Strecke als erfahrene Rallyefahrerin und beklagte sich mehrmals, dass sie mit dem Lesen gar nicht hinterher käme. Und so trudelten die anderen in kleinen Grüppchen, die dann das Navi bemühten, an unserer Haupteventlocation ein, dem Automobilmuseum Braunschweig.

Eigentlich sollte das Kaffeetrinken im historischen Eisenbahnwaggon von 1921, genannt Donnerbüchse, den Abschluss bilden. Das Servieren von Kaffee und Kuchen wurde nun vorgezogen. Währenddessen erzählte uns der Inhaber Jürgen Kolle seinen Werdegang sowie über die Entstehung seines Privatmuseums.

100 Jahre Automobilgeschichte auf einem Fleck! Jedes Auto hat eine besondere Geschichte, zum Beispiel der erste Brezelkäfer, der Antarktis-Käfer von Volkswagen Australia. Jedes Auto ist ein geschichtsträchtiges Exponat, wie der Opel Kadett und wie Fahrzeuge der Marken BMW, Borgward, Fiat, Ford und Porsche. Jedoch wurden nicht nur Autos gesammelt, sondern auch jegliches Zubehör und Utensilien, zeitlich aus den verschiedensten Epochen. Jürgen Kolles älteste Rarität ist ein Hanko Rheingold von 1939, ein historisches Auto mit einem Chevrolet-Motor auf einem Plymouth-Fahrgestell, der wohl der letzte Zeitzeuge seiner Art. Der Name Hanko setzt sich aus den Namen der zwei Standorte des Unternehmens Hannover und Koblenz zusammen. Ja! Was für eine Vita! Und das ist immer der Antrieb von Jürgen Kolle.

Christina lotste mich mittels Handy sicher zurück über Landstraßen zum ADAC-Parkplatz, wo sich anschließend unsere Wege trennten.

Danke für die Mühe, lieber Roland und liebe Christine, für die dicke und ausführliche Wegbeschreibung, und dafür, dass Ihr uns diesen schönen, ereignisreichen und informativen Tag als Start in die Saison 2024 ermöglicht habt!

Monika