Und wieder kündigte das Weihnachtsessen das offizielle Ende des Clubjahres an. Wie im letzten Jahr haben Lars und Wolfgang im Landhaus am Golfpark ein leckeres Menü für uns zusammengestellt.

Erneut hat mich die Fahrt dorthin total begeistert! Die großen alten Höfe mit friedlich auf der Weide grasenden Pferden stimmten mich fröhlich.

Im reservierten Gastraum prangte in der Mitte ein schöner Weihnachtsbaum, und die Tische waren wieder mit Wimpeln, diversen Autos, Typenschildern und Mercedes-Sternen dekoriert.

Ab 11 Uhr war geladen, und 43 Personen, unter anderem auch von unseren Nachbar-RT‘s Bremen, Nordheide und Wolfenbüttel, sind der Einladung gefolgt. So viele waren wir noch nie. Ein Glas Prosecco zum Empfang lies uns in Stimmung kommen. Als dann alle einen Platz gefunden hatten, wurde eine sehr schmackhafte Gänsekraftbrühe serviert, gefolgt von einem hervorragenden kleinen Salat mit Lammrückenfilet und gerösteten Nüssen. Köstlich! Ich hätte glatt eine zweite Portion essen können, aber… Es folgte ja noch das reichhaltige Buffet. Zur Auswahl standen zarte Maispoulardenbrust mit Limetten-Hollandaise, gebratenes Zanderfilet und Gänsebraten satt – oder man probierte alles. Dazu frisches Marktgemüse, Rotkohl und Kartoffeln. Auch der Nachtisch im Glas stand sofort bereit. Panna Cotta mit Winterapfel (ein Gedicht), Griesflammerie mit Beeren und Rote Grütze.

Nun war eine Pause nötig, in der Lars wieder seine liebevoll mit selbstgemachter Wintermarmelade gepackten Nikolaustüten verteilte.

Ich schloss mich dann mit meiner Rede an, dieses Mal nicht nur mit einem Dank an Rainer und Ingrid – seit 2017 planen und organisieren sie fast alle Ausfahrten für uns, sowie an Roland und Christine – Roland gestaltet seit 2013 unsere Clubseite im Internet und hält sie auf dem neuesten Stand. Dieses Mal benötigte ich ein Skript, denn ich gab die Geschichte unseres RT‘s zum Besten. Im November 1995, also vor 30 Jahren, nahm alles bei uns mit Lars seinen Anfang.

Jetzt folgt ein Auszug aus meinen Ausführungen:

„Im Vorfeld – damals – erhielt Lars eine Liste derjenigen, die in der Region Hannover gemeldet waren. Es wurden 133 Briefe verschickt, mit denen die Mitglieder gefragt wurden, ob Interesse an der Gründung eines „Stammtisches“, bestünde, wie viele Kilometer man bereit sei, zum Clublokal zu fahren, welche Themen und Aktivitäten bevorzugt würden und welche Uhrzeit an welchem Wochentag angenehm wäre. Es flatterten 40 Briefe und Telefaxe ins Haus. Die Auswertung ergab, dass „geselliges Beisammensein“ und „gemeinsame Aktivitäten“ die wesentlichen bekundeten Interessen waren. Die Technik war zu dieser Zeit noch nicht ganz so wichtig. Und so versammelten sich dann am 23. Februar 1996, dem letzten Freitag im Monat, um 19 Uhr im Restaurant Fuchsbachtal in Barsinghausen zwanzig Enthusiasten der Mercedes-Benz Baureihe R/C 107, um den Regionaltreff 30 Hannover unter der Leitung des Regionalansprechpartners Lars Schulz aus der Taufe zu heben. Die Uhrzeit und der Wochentag sind bis heute unverändert konstant geblieben, und auch der RT-Leiter ist noch im Amt! Besonders angenehm ist es, dass von Anfang an immer die jeweiligen Partner an den Clubabenden mit teilnahmen, auch das ist geblieben. Das steigerte die Vielfalt der Themen und vereinfachte die Terminplanung für Aktivitäten. Bereits seit Sommer 1995 besuchte Lars regelmäßig die benachbarten Regionaltreffs Hamburg, Bremen und Westfalen-Lippe. In den Folgejahren kamen dann noch die RT‘s Nordheide, Ostwestfalen/Lippe, Göttingen und Magdeburg dazu.

Vom Clublokal Fuchsbachtal in Barsinghausen wurde 1997 zum Restaurant Wildhage in Garbsen gewechselt. Die Teilnehmerzahl wuchs beständig, wobei es aber auch mal Clubabende mit nur sechs Teilnehmern gab. Ab dem Jahr 2000 organisierte Lars das erste in Hannover ausgerichtete Jahrestreffen im Jahr 2002 mit der neuen Währung Euro und einer „gegenläufigen Ausfahrt“, einem Novum. Ab 2004 traf man sich im Landhaus am Golfpark in Hainhaus und ab 2006 war das Restaurant „Kalimera“ in Garbsen unser Domizil, an dem sich bis heute nichts geändert hat. Ja, wir haben viele Konstanten, so auch die Termine unseres Clublebens. Beginnend mit dem Putz- und Pflegetag, dann mit der Saisoneröffnungsfahrt, der Spargeltour, der Sommerfahrt, der Grillfahrt, der Saisonabschlussfahrt, dem Grünkohlessen und zuletzt mit dem Weihnachtsessen. Der letzte Kraftakt war das Jahrestreffen 2024. Wir waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden, und auch jetzt im Nachhinein haben wir Maßstäbe gesetzt, wie ich immer wieder höre. Also, das alles haben wir unserem lieben Lars zu verdanken. Ohne ihn wären wir heute nicht hier, und ich finde, dafür hat er ein ganz, ganz großes Lob und ganz, ganz viel Dank verdient.“

Deshalb gab es von mir einen Orden um den Hals und für sein Museum in der Firma eine Radierung des Künstlers Dieter Portugall, welcher sich unter anderem darauf spezialisiert hat, berühmte Autotypen und Motorräder zu malen, zum Beispiel Harley, VW Käfer, Porsche und Trabbi. Er ist Grafiker, Maler und Objektkünstler, hat Kunstpädagogik studiert, erstellt außerdem Skulpturen, kinetische Windobjekte und Lichtobjekte, und er organisiert Projekte mit Udo Lindenberg.

Ja, das war es von meiner Seite, und dann konnten zum Abschluss noch verschiedene Kuchenpralinen mit Zucker, Apfel, und Käse sowie kleine Windbeutel genascht werden.

Gegen 16 Uhr löste sich unsere Gesellschaft dann langsam auf. Ich sah nur zufriedene Gesichter, alle sind satt geworden und konnten nun entspannt die Heimreise antreten. Einen schöneren, harmonischeren und köstlicheren 2. Adventssonntag konnte man nicht haben.

Ganz herzlichen Dank dafür, lieber Lars und lieber Wolfgang!

Ich wünsche allen ein frohes Fest

und

auf ein gesundes Wiedersehen 2026

Monika