Die Loh-Collection

Ende April starteten wir unsere Ausfahrt zur Loh Collection, die mittlerweile in jedes Programm von Oldtimerclubs gehört. Die Luft war noch kalt und die SL´s blieben geschlossen. Um unser Ziel schnellstmöglich zu erreichen, nahmen wir sogar Autobahnfahrten in Kauf. Die Hinfahrt zog sich dennoch hin, die Landschaft bot auch nicht Erbauliches und man fragte sich, was uns in diesem hintersten Winkel Deutschlands erwarten würde. Durch unsere frühe Anmeldung hatten wir den Stellplatz rückwertig des Museums (nur durch ein großen Eisentor erkennbar) buchen können. Jetzt eröffnete sich ein Rondel, an dem schon andere Clubs ihre Fahrzeuge hübsch aufgereiht hatten.

Selbst vom hinteren Eingang aus gab es einen beeindruckenden Blick in die Empfangshalle. Leider konnten wir keinen Tisch im zugehörigen Restaurant reservieren und ie Außengastronomie erwies sich als unterbesetzt. Aber pünktlich waren wir zu Stelle, als unser Guide uns abholte. Der ist nicht ganz billig, lohnt sich aber.

Die Loh Collection wurde von Prof. Dr. Loh speziell danach ausgerichtet, besondere Einzelstücke zusammen zu tragen. Alle Fahrzeuge sind akribisch in ihrer Historie recherchiert. Seine vorherige Sammlung hat Loh konsequent verkauft, weil sie diesen Ansprüchen nicht genügte.

Durch den Saal mit Vorkriegsmodellen und einer zeitgenössischen Werkstatt kamen wir in die Kinostraße, wo durchgehend Filme zum Hintergrund der Loh Collection laufen. Dann der show down: das riesige Halboval mit den besonderen Exponaten und in Lagerregalen präsentierten Sondermodellen. Es blieb einem die Sprache weg!

Da wir auch für die Sonderausstellung Ferrari gebucht hatten, durfte ein Michael Schumacher Bolide nicht fehlen, aber auch andere, nie gesehene Maranello-Kunstwerke brachten uns ins Staunen.

An einem Nachmittag reicht es nur für einen Schnelldurchgang, darum mehr Zeit mitnehmen. Und sich von der eher wenig inspirierenden Anfahrt nicht irritieren lassen!

Unsere zweite Ausfahrt im ersten Halbjahr führte uns an den Edersee. Von Hann Münden, der Stadt, wo Fulda und Werra die Weser begründen ging es durch das hessische Vorgebirge zum Schloßhotel Burg Waldeck. Der sonst gesperrte Burghof hatte speziell für uns geöffnet und weit oberhalb des Sees genossen wir den Ausblick. Die Gastronomie hatte draußen für uns gedeckt, was ebenfalls ein Privileg war. Nach Kaffee und Kuchen folgten wir der Uferstraße, die sich malerisch am Edersee entlang schlängelt. Schließlich erreichten wir den Aussichtspunkt der Atlantis Brücke, die sich bei niedrigem Wasser zeigt und ein Überrest der vom Edersee-Staudamm versunkenen Stadt darstellt. Die starken Sommerregen beraubten uns dieses Vergnügens. Zurück ging es durch den Reinhardswald, wo verwunschene Bäume und Alleen einen Urwaldcharakter erzeugen. Eine traumhafte und abwechslungsreiche Strecke fand am Ende die Zustimmung aller Teilnehmer.

 Dr. Axel Görs

W 124-Tag

Beschreibung der Veranstaltung

W 124-Tag: Sonntag, den 24. Mai 2026, 10 – 16 Uhr, Zeche Ewald in Herten

Alle Freunde und Interessenten treffen sich auch dieses Jahr wieder bei Pommes, Eis, Kaffee, Benzingeruch und einer Mercedes W 124er-Vielfalt im Schatten der historischen Steinkohlenzeche, auf der am 28. März 2000 die letzte Förderschicht gefahren wurde. Nicht nur die Autos sollen für Kurzweile sorgen, etliche Teilehändler wollen die Gelegenheit nutzen, sich und ihr Portfolio zu präsentieren. Natürlich soll auch das Benzin-(und Diesel-)Gespräch nicht zu kurz kommen. Wie schon in der Vergangenheit stehen unsere Technikreferenten mit ihrem Können und Wissen für den einen oder anderen Tipp während der Veranstaltung Rede und Antwort. Darüber hinaus bietet das Zechengelände mit der nahen Halde eine tolle Möglichkeit für einen  Erkundungstrip mit einem Panoramablick auf unsere vierrädrige Lieblinge.

 

Datum
24.05.2026 10:00
Veranstalter
Mercedes-Benz W 124 Club e.V. 
Veranstaltungsort
Zeche Ewald in Herten 
Adresse
Doncaster Platz/Albert-Einstein-Allee 
Plz / Ort
45699 Herten 
Land
Deutschland