Alle 3 Motorvarianten, die in die Coupe- und Roadstertypen eingebaut werden, sind mit einem vom Motorantrieb unabhängigen, mechanisch gesteuerten Einspritzsystem ausgerüstet, das den Kraftstoff entsprechend einem linear arbeitenden Luftmengenmesser dosiert und ihn den Einspritzventilen kontinuierlich zuordnet.
Die Luftmengenmessung erfolgt durch eine nach dem Schwebekörperprinzip arbeitende Stauscheibe, die durch den angesaugten Luftstrom mehr oder weniger weit geöffnet wird. Ober ein Hebelsystem wird diese Bewegung auf den Kraftstoffmengenteiler übertragen, der seinerseits den Motor in Abhängigkeit vom Betriebszustand mit einem Kraftstoff-Luft-Gemisch im günstigsten Verhältnis versorgt.
Für das Schwebekörperprinzip ist kennzeichnend, dass die Stauscheibe (Schwebekörper) linear zum Luftdurchsatz angehoben wird, also ein linearer Zusammenhang zwischen dem Hub des Schwebekörpers und dem Luftdurchsatz besteht.
Die Kraftstoffversorgung des Einspritzsystems wird von einer elektrischen Pumpe übernommen, die unabhängig vom Motor läuft.
Die Einspritzventile sind unmittelbar vor dem Einlassventil eines jeden Zylinders angeordnet, um eine möglichst feine Zerstäubung des Kraftstoffes zu ermöglichen.
Der Warmlaufregler sorgt bei kaltem Motor für die notwendige Warmlaufkorrektur durch entsprechende Kraftstoffanreicherung und kompensiert damit die erhöhte Reibleistung und die Kondensationsverluste an Brennraum- und Saugrohrwänden. Dies geschieht mit Hilfe eines Zusatzschiebers - der in Abhängigkeit von der Temperatur über einen Bimetallstreifen gesteuert wird und eines Steuerdruckventils, das die Wirkkraft der Stauscheibe reduziert und so die Gemischanreicherung ermöglicht.
● Optimale Anpassung der Kraftstoffzuordnung, dadurch sparsam im Verbrauch
bei hoher Leistungsausbeute bei geringen Schadstoffemissionswerten.
● Fließende Übergänge = kontinuierliche Beschleunigung.
● Unkomplizierter Aufbau, geringer Wartungsaufwand.
● Ausgezeichnete Kraftstoffausnutzung durch optimale Kraftstoffaufbereitung.
● Problemloses Kaltstart- und Warmlaufverhalten.
Kupplung/Getriebe
Bei den Typen 280 SL/SLC und 350 SL/SLC wird serienmäßig ein 4-Gang-Schaltgetriebe geliefert.
Auf Sonderwunsch können alle 4 Modelle mit einem Automatikgetriebe ausgerüstet werden, und zwar280 SL und SILC mit einer Wandler-4-Gang-Automatik, 350 SL und SI-C mit einer Wandler-3-Gang-Automatik.
Die Typen 450 SL und SI-C sind serienmäßig mit einer Wandler3-Gang-Automatik ausgerüstet.
Das mechanische Getriebe zeichnet sich durch seine gut arbeitende Synchronisierung (inklusive Rückwärtsgang) und die damit verbundene leichte und präzise Schaltbarkeit aus. Die Getriebeabstufung ist dem jeweiligen Drehmomentverlauf der Motoren angepasst und sorgt dafür, dass in Verbindung mit der hohen Elastizität der Motoren in allen Fahrbereichen verlässliche Kraftreserven zur Verfügung stehen, und dass immer in einem für den Kraftstoffverbrauch günstigen Drehzahlbereich gefahren werden kann.
Die Kupplungsbetätigung erfolgt hydraulisch. Eine Übertotpunktfeder erleichtert das Betätigen des Kupplungspedals wesentlich. Ein automatischer Verschleißausgleich verhindert ein Durchrutschen der Kupplung.
Besonderen Komfortzuwachs bietet die Automatik, die den Fahrer weitgehend von der >Schaltarbeit< befreit und so zu einem ermüdungsfreieren Fahren beiträgt. Außerdem arbeitet die Wandler-3- bzw. 4-Gang-Automatik nahezu ruckfrei, so daß Schaltvorgänge von den Fahrzeuginsassen kaum wahrgenommen werden. Einen erheblichen Vorteil bietet die in MB-Automatik-Getrieben eingebaute Sekundärpumpe, die das Getriebe unabhängig vom Lauf des Motors mit Öl versorgt und es auf diese Weise ermöglicht, dass das Fahrzeug angeschleppt oder über eine längere Strecke abgeschleppt werden kann.
● Leicht und präzise zu schalten. Kurze Schaltwege. Gute Abstufung ermöglicht kostengünstiges Fahren.
● Durch synchronisierten Rückwärtsgang geräuschloses Gangeinlegen ohne Pause.
● Durch Übertotpunktfeder besonders leichte Betätigung.
Automatischer Verschleißausgleich. Keine Übertragung von Schwingungen auf das Kupplungspedal.
● Großer Komfortzuwachs. Ermüdungsfreieres Fahren, da Schaltvorgänge entfallen.
Durch Verwendung einer Sekundärpumpe können MB-Fahrzeuge mit Automatik angeschleppt
und über eine längere Strecke abgeschleppt werden.
