Nachfolgend ein kurzer Erfahrungsbericht zum Austausch der 6 Einspritzventile am M110. Der 280SLC hat zwar erst 110 tkm auf der Uhr, doch nach positiven Erfahrungen mit neuen Einspritzventilen am M102 bei ähnlicher km-Leistung wollte ich auch hier die Dinger wechseln.
Zusätzlich zu den Ventilen habe ich die Gummidichtungen und die Kunststoffführungen mitgewechselt. Schließlich sollte am Schluss wieder alles nebenluft-dicht sein. Dass letztendlich 2 Einspritzventile nicht mehr richtig dicht waren zeigte sich erst beim Ausbau ...
Am M110 sind die Einspritzventile von der Seite eigentlich gut zugänglich, 1-4 betreffend, 5-6 erst nach Demontage einiger Teile des Gasgestänges und Benzinversorgung. Wäre ja auch sonst alles viel zu einfach und dem 107er nicht gerecht. Im nachfolgendem Bild sind die Einspritzventile mit einem roten Punkt markiert. Sonderwerkzeug ist nicht erforderlich, aber ein gutes Werkzeug erleichtert so manches.
Nachfolgend dargestellt der Wechsel an Zylinder 3 und 4
Motordeckel auf, dann begrüßen uns die Ventile von Zylinder 3 und 4. Nun beginnt der Ernst des Lebens. Als Erstes die Leitungen und Überwurfmuttern der Benzinleitung gründlich säubern. Die Überwurfmuttern werden ja auf der Benzinleitung zurückgeschoben und wenn da die Leitung verranzt ist, dann schiebt sich der Schmutz zwar mit hinter, aber eben auch wieder mit nach vorne, zur Dichtfläche am Ventil bzw. ins Ventil rein. Wie soll dann das Ventil dicht werden oder sinnvoll funktionieren? Ebenso hilfreich ist, wenn man das ganze Umfeld vorher sauber macht. Entweder mit Kaltreiniger an der Tanke (wegen Abscheider) oder auch Bremsenreiniger (auch an der Tanke wegen dem Abscheider).
Also danach runter mit den Überwurfmuttern und die Leitungen vorsichtig beiseite gebogen. 
Man vergleiche die alten Einspritzdüsen und Führungen mit den Neuteilen. Waren die alten vielleicht in einen Diesel eingebaut?
Nun vorsichtig die Bohrungen im Zylinder mit einem sauberen Tuch reinigen. Geht einiges raus! Wichtig die Reinigung, denn die Gummitüllen und O-Ringe der Kunststofführungen dichten hier ab. Das können Sie nur an sauberen Zylinderbohrungen. Ist alles sauber habe ich die Einspritzventile leicht mit Silikon eingeölt, ebenso die Kunstoffführungen mit den O-Ringen. Damit lassen sich die Gummitteile leicht richtig aufziehen und einschieben. Wichtig bei den schwarzen Gummidichtungen, die an den Ventilen sitzen: aufschieben bis zum Ende, nur dann sitzen sie richtig.


